
Ansprechpartnerinnen: Verena Golisch (v.golisch@fosbos-rosenheim.de) und Julia Fabrizius (j.fabrizius@fosbos-rosenheim.de)
Was ist Erasmus+?
Erasmus+ Berufsbildung: Chancen nutzen – Kompetenzen stärken
Die Welt wird immer vernetzter, und mit ihr wachsen die Anforderungen an die Fachkräfte von morgen. Als Berufliche Oberschule wollen wir unseren Schülern nicht nur fachliches Wissen vermitteln, sondern sie auch auf die Herausforderungen der globalisierten Arbeitswelt vorbereiten. Dank unserer Akkreditierung können wir jedes Schuljahr mehrere Projekte im europäischen Ausland zu unseren Partnereinrichtungen anbieten, bei denen der Blick auf das besuchte Land und seine Menschen verändert werden kann und zudem ein Verständnis dafür geschaffen wird, was Europa sein und bieten kann.
Im Ausland klarzukommen, miteinander in einer unbekannten Kultur zu arbeiten, auch wenn es Sprachbarrieren gibt, und zu erleben, dass es funktioniert, gibt Selbstvertrauen! Gerade jetzt, wo Nationen anfangen, mehr auf sich selbst zu schauen, ist es mehr als wertvoll, einen eigenen Blick auf andere Menschen und Kulturen zu werfen und vor diesem Hintergrund das eigene Denken und Handeln zu reflektieren! Das Erasmus+ Programm für die Berufsbildung bietet dafür eine einzigartige Gelegenheit.
Ziele des Erasmus+ Programms in der Berufsbildung
Erasmus+ hat das Ziel, internationale Mobilität und interkulturelles Lernen zu fördern. Für unsere Schüler bedeutet das:
- Internationale Berufserfahrung sammeln: Ein Praktikum mit mindestens zehn Projekttagen im europäischen Ausland ermöglicht es, wertvolle Einblicke in unterschiedliche Arbeitsweisen und Unternehmensstrukturen zu gewinnen.
- Sprachliche Kompetenzen erweitern: Ob Englisch, Französisch oder Spanisch – im Berufsalltag vor Ort verbessern sich die Sprachkenntnisse ganz natürlich.
- Europa erleben: Durch den Aufenthalt in einem anderen Land wird die europäische Identität gestärkt und der kulturelle Austausch gefördert.


Programm für die 11. Jahrgangsstufe
- Breslau, Polen
- Barcelona, Spanien
- Spitzbergen
- Dublin, Irland
Programm für die 12. Jahrgangsstufe
Im Rahmen der 2. Fremdsprache:
- Málaga, Spanien
- Saint-Malo, Frankreich
Eine neue Kooperation in Tallinn, Estland, ist angedacht. Auch die Zusammenarbeit mit Uddevalla, Schweden, soll wieder aufleben. Welche Länder im laufenden Schuljahr angeboten werden, wird zu Beginn des Schuljahres bekannt gegeben.
Voraussetzungen für die Teilnahme
- gute Kenntnisse in der englischen (bzw. französischen) Sprache und die Offenheit, sie im Ausland anzuwenden,
- Engagement in der fachpraktischen Ausbildung im 1. Schulhalbjahr,
- der Besuch des entsprechend vorbereitenden Wahlfachs,
- die Aufnahme eines Gastschülers im Austausch (gilt für Spanien),
- eine bestandene Probezeit.
Der Schüler muss sich im Klaren darüber sein, dass der Besuch eines anderen Landes immer auch bedeutet, sich auf andere Lebensumstände (z. B. Wohnverhältnisse) einzulassen. Erster Ansprechpartner bei Problemen ist die begleitende Lehrkraft.
Da bei den Fahrten keine intensive Betreuung wie bei gewöhnlichen Schulfahrten vorgesehen ist, wird von den Teilnehmern ein hohes Maß an Selbständigkeit und Zuverlässigkeit erwartet.
Kosten und Versicherung
Durch unsere Akkreditierung können wir die Fahrten überwiegend kostendeckend fördern. Dafür erhalten wir Fördergelder für jeden Teilnehmer von der Europäischen Union. Für Sie selbst kommt meistens ein Betrag von circa 200 Euro plus ein wenig Taschengeld vor Ort zu. Die Kosten für die An- und Abreise, die Unterbringung und z. T. für kulturelle Veranstaltungen sind damit gedeckt.
Es ist verpflichtend, eine Auslandskrankenversicherung, eine Reiserücktrittskostenversicherung und eine auch im Ausland gültige private Haftpflichtversicherung abzuschließen. Die Tätigkeit im Rahmen der fpA ist über die zu Schuljahresbeginn über die Schule abgeschlossene Haftpflichtversicherung versichert.
Anmeldeverfahren
Die Fahrten stehen grundsätzlich allen Schülern offen. Es kommt jedoch darauf an, für welche Phasen die Fahrten angeboten werden und ob Sie genau in dieser Phase sind. In der Regel findet im Januar eine Informationsveranstaltung statt, auf der wir über das schuljahresaktuelle Angebot informieren und Sie sich anmelden können. Voraussetzung sind Zuverlässigkeit und ein angemessenes Sozialverhalten, sodass wir uns auch im Ausland zu 100 % auf Sie verlassen können.
Leider können wir nicht allen unseren Schülern einen Praktikumsaufenthalt ermöglichen, da unsere Fördermittel begrenzt sind und wir stets mehr Bewerber als Plätze haben. Somit muss man fairerweise sagen, dass auch ein bisschen Losglück dazugehört, um einen angebotenen Platz zu ergattern.
Nach Abgabe der Anmeldung im Sekretariat treffen sich die möglichen Teilnehmer mit den Lehrkräften, die die Fahrten organisieren. Bei diesen Treffen erhalten Sie wichtige länderspezifische Informationen. Über eine Teilnahme werden Sie über die schuleigene E-Mail-Adresse bzw. Teams informiert.
Unmittelbar nachdem der Teilnehmerkreis festgelegt wurde, bitten wir Sie, die Anmeldegebühr auf das Schulkonto zu überweisen; erst danach können Flüge, Züge etc. gebucht werden. Die Zahlung dient dazu, im Voraus Kosten abzudecken; sie wird nach Abschluss der Fahrt und des ausgefüllten Berichts für die EU wieder zurückgezahlt.
Sind Kosten aufgrund einer verbindlichen Anmeldung bereits angefallen, kann die Schule sie bei einem späteren Rücktritt nicht mehr erstatten. Insgesamt werden die Fahrten erst im Anschluss abgerechnet.
Das Team „fpA Europa und Erasmus+“ wünscht allen Teilnehmern einen gelungenen Aufenthalt im europäischen Ausland, mit vielen wertvollen Eindrücken und guten Einblicken in das Arbeits- und Berufsleben unserer europäischen Partner!
Auf allen Fahrten erwerben Sie den sogenannten Europass Mobilität, der Ihre Praktikumserfahrungen dokumentiert – ein Nachweis Ihrer Auslandserfahrung für Ihre Bewerbung.

Die Praktikumsorte im Detail
Breslau (Polen)
Traditionell zum Ende des Schuljahres fahren 14 Schüler nach Breslau in das Jugendzentrum Tratwa. Während des zwölftägigen Aufenthaltes sammeln die Teilnehmer berufliche Praxis in unterschiedlichen Praktikumsbetrieben. Darüber hinaus finden Ausflüge und kulturelle Programmpunkte statt. Auch ein Crashkurs in Polnisch steht auf dem Programm.




Barcelona (Spanien)
Mit einer kleinen Gruppe aus maximal 12 Schülern der 11. Jahrgangsstufe werden in einem zwölftägigen Austausch zu Beginn des 2. Schulhalbjahres Land und Leute Kataloniens erkundet. Untergebracht bei einer Austauschfamilie werden untertags im Praktikum in einer Grundschule oder einem Kindergarten neben den fachlichen auch die sozialen Fähigkeiten vertieft. Nachmittags und abends werden mit der Austauschschule „IE Londres“ (ielondres.cat) kulturelle Sehenswürdigkeiten besucht und die gemeinsame Zeit in der Metropole Barcelona genossen.





Spitzbergen
Ein Praktikum in der nördlichsten Gegend der Welt …?
Die Stadt Longyearbyen liegt auf 78° 13′ N, 15° 38′ O und damit in der Hocharktis. Verwaltet von Norwegen ist diese Gegend visumsfrei zu erreichen und jeder darf dort arbeiten.
Für 10 Schüler geht es im Mai, in der Zeit, in der die Sonne gar nicht untergeht, für zwei Wochen über Oslo ins Praktikum an diesen eigentlich lebensfeindlichen Ort. Dort ist es nicht erlaubt, sich außerhalb der sogenannten „Safety Zone“ ohne Gewehr zu bewegen, da dort oben mehr Eisbären als Einwohner leben! In Longyearbyen selbst ist eine ständige Eisbärenwache eingerichtet. Alle Einwohner – und davon gibt es circa 2.500 – sind dort freiwillig hingegangen und bilden ein besonderes soziales Gefüge, da sie aufgrund der Extreme der Natur und der Abgelegenheit des Ortes aufeinander angewiesen sind.
In dieser besonderen Gegend machen unsere Schüler ein Praktikum z. B. bei der nördlichsten Brauerei „Svalbard Bryggeri“, in der ein Stuttgarter Braumeister arbeitet, in einer Fotogalerie, einem Ski-Doo-Service, bei einem Arktis-Tourenanbieter, der Touristeninformation Visit Svalbard, der öffentlichen Bücherei und vielen mehr.
Wer hier dabei sein will, braucht in dieser internationalen Gemeinde sehr gute Englischkenntnisse und jede Menge Robustheit, um den extremen Wetterbedingungen standhalten zu können! Während der Zeit absolviert man nicht nur ein Praktikum am nördlichsten Ort der Welt, sondern lernt jede Menge über den arktischen Lebensraum und die Auswirkungen des Klimawandels sowie des sich verändernden touristischen Angebots – Fluch und Segen zugleich für diesen Ort. Seid gespannt!
Ansprechpartner für Erasmus+ Spitzbergen: Gero Helmer und Jonas Schleelein
Achtung: Für diesen Praktikumsaufenthalt ist ein höherer Eigenanteil nötig.






